Chronische Entzündung ist die stille Grundlage der meisten Zivilisationskrankheiten. Omega-3-Fettsäuren in therapeutischer Dosis sind einer der stärksten natürlichen Gegenspieler.
Omega-3 ist nicht gleich Omega-3. Die zwei relevanten Fettsäuren sind EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) — beide aus Kaltwasserfischen oder Algenöl, beide essenziell, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Hemmt Cyclooxygenasen, Lipooxygenasen und pro-inflammatorische Eicosanoide. Direkte Wirkung auf chronische Entzündungsprozesse, Arteriensteifigkeit und kardiovaskulären Schutz.
Strukturkomponente von Neuronen-Membranen. Entscheidend für kognitive Leistung, Synaptogenese und Neuroprotektation. 60 % der Gehirn-Fettsäuren sind DHA.
Natürliches Triglyzerid (TG-Form) hat 70 % bessere Bioverfügbarkeit als Ethylester (EE-Form), die in günstigeren Präparaten Standard ist. TG-Form kommt so vor, wie der Körper Fette kennt.
Ranziges Fischöl ist nicht nur unwirksam — es erhöht oxidativen Stress statt ihn zu senken. Gute Präparate weisen ihren Oxidationsstatus aus. Frisches Öl riecht nach Meer, nicht nach Fisch.
Fischöl aus konventionellem Fischfang kann Schwermetalle, PCBs und Dioxine anreichern. IFOS-Zertifizierung (International Fish Oil Standards) garantiert Reinheit unter pharmazeutischen Schwellenwerten.
Senkt Triglyzeride um bis zu 50 % bei Dosen über 4 g/Tag. Reduziert Herzrhythmusstörungen, verbessert Endothelfunktion und Blutfließeigenschaften.
DHA ist Strukturbaustein des Gehirns. Studien zeigen Verbesserungen bei Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeit und Stimmungsregulation bei höheren Plasma-DHA-Spiegeln.
EPA hemmt entzündliche Mediatoren (Leukotrien B4, Prostaglandin E2). Weniger Muskelkater, bessere Gelenkbeweglichkeit, reduzierte Morgensteifigkeit bei Arthritis.
Verbessert Hautbarriere, reduziert Entzündungsmarker bei Akne, Neurodermitis und Psoriasis. Höhere Dosierungen (3–4 g/Tag) zeigen stärkere Effekte.
EPA, insbesondere in höheren Verhältnissen zu DHA, zeigt antidepressive Wirkung in kontrollierten Studien. Möglicherweise über Serotonin-System und neuroinflammatorische Pfade.
Omega-3 hemmt Tumorzell-Proliferation, verbessert Ansprechen auf Chemotherapie und reduziert Kachexie (Tumorkachexie-Syndrom) bei Krebspatienten.
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